Buddha

Giulio Cesare Giacobbe: Zum Buddha werden in 5 Wochen

Zum Buddha werden - Giulio Cesare Giacobbe

Der Titel klingt provokant, vielleicht auch lax:

Zum Buddha werden in 5 Wochen.

Giulio Cesare Giacobbe meint es aber ernst und aufrichtig, wenn er sozusagen eine Essenz der Lehre des Buddha als praktischen Weg vermittelt, auf dem bestimmte geistige Kräfte aktiviert werden.

Die psychologische Methode des Buddha

Giulio Cesare Giacobbe hat Philosophie und Psychologie studiert und lehrt Psychologische Grundlagen der therapeutischen Techniken Asiens an der Universität von Genua.

In „Zum Buddha werden in 5 Wochen“ geht es nicht vorrangig um die Philosophie und nicht um die Religion des Buddhismus, sondern um die psychologische Methode, die vom historischen Buddha (Siddhartha Gautama, Shakyamuni Buddha) gelehrt wurde. Damit gelingt es Giacobbe, die Hemmschwelle, sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, sehr niedrig anzusetzen und das Interesse für mehr zu wecken.

    Ich lehre nur eins, nur das allein,
    Leiden und das Ende des Leidens.
    (Buddha)

Als Angebot können in fünf Wochen jene fünf Schritte erlernt und eingeübt werden, die den wohl direktesten Weg zur Erlangung der Buddhaschaft repräsentieren:

    Die Kontrolle über die Gedanken
    Das Ankommen in der Wirklichkeit
    Das Gewahrsein des beständigen Wandels
    Das Nicht-Anhaften
    Die allumfassende Liebe

In die Wiege gelegt

Hörbuch Zum Buddha werden in 5 Wochen

Giulio Cesare Giacobbe schreibt verständlich, einfühlsam und bisweilen humorvoll darüber, was ein Buddha ist, wer der Buddha war und über die ursprünglichen Lehren des Buddha.

Und warum und wie es jedem fühlenden Wesen „in die Wiege gelegt ist„, zum Buddha, zur Erleuchteten (weiblicher Buddha) zu werden.

    Ein Buddha ist ein Mensch, einer von uns, der ein höchstpersönliches Leiden überwunden hat. Er leidet nicht mehr, er gerät nicht mehr in Wut, er empfin- det keinen Hass mehr. Er kennt keine Eifersucht, keinen Neid, keine Miss- gunst. Auch kein Begehren, keine Gier, keinen Egoismus. … Er gibt negativen Gefühlen keine Nahrung mehr. – Wachsen lässt er nur noch positive Gefühle von Gelassenheit, innerem Frieden, Heiterkeit, Freude, Harmonie und Liebe.

Giacobbe ist es dann einzigartig pragmatisch gelungen, die „Vier edlen Wahrheiten“ des Buddha klar zu vermitteln, quasi die Grundlage des Buddhismus:

    Existenz des Leidens – Feststellung dessen Allgegenwärtikeit
    Ursache des Leidens – Die Unwissenheit bezüglich des vergänglichen Wesens der Wirklichkeit
    Auflösung des Leidens – Durch die Bewusstheit über das vergängliche Wesen der Wirklichkeit
    Der Weg zur Auflösung des Leidens – Die Übung im Edlen Achtfachen Pfad

Der Edle Achtfache Pfad

Den Edlen Achtfachen Pfad, der schließlich zur Überwindung des Leidens führt, erklärt Giacobbe kurz und bündig, weil es ihm dann in der Folge um die Praxis, die Übungen geht:

Rechte Erkenntnis – Rechtes Denken – Rechte Rede – Rechtes Handeln – Rechter Lebenserwerb – Rechte Anstrengung – Rechte Achtsamkeit – Rechte Konzentration

Giacobbe betont, dass der Buddhismus ein Erfahrungsweg ist und ein Buddhist jemand sei, der den Buddhismus praktiziert, um die Verwirklichung der Buddhaschaft durch die Befreiung vom Leid zu erlangen.

Fünf Übungen – Fünf Kräfte eines Buddha

Die Erläuterungen der Grundlagen sind zum Verständnis der fünf Übungen mit der Dauer von jeweils einer Woche wichtig, um die fünf Kräfte eines Buddha verwirklichen zu können. Giacobbe belegt, dass sich aus der ursprünglichen Lehre des Buddha eine nach heutigem Verständnis wissenschaftliche Methode ableiten lässt.

Die fünf Übungen sind in der Reihenfolge zu absolvieren, weil sie von einer zur nächsten psychischen Entwicklungstufe führen:

    Kontrolle des Geistes
    Gegenwärtigsein in der Wirklichkeit

    Bewusstsein der Unbeständigkeit
    Nicht-Anhaften
    Allumfassende Liebe

Nach fünf Wochen kann so die Buddhaschaft erreicht werden oder wenigstens ein tiefer Wunsch danach … Giulio Cesare Giacobbe weiß als Psychotherapeut aber auch, dass dies kein Endzustand sein wird. Vielmehr geht es darum, die Buddhaschaft als stabilen Geisteszustand zu verankern, damit er zur wahren Natur eines Menschen wird. Hierin sieht Giacobbe den Ansporn für eine dauerhafte lebenslange Praxis.

Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt aus dem Hörbuch:

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, wird von unserem Geist erschaffen. Auf jedes Wort, auf jede Tat, die durch einen reinen Gedanken hervorgebracht wird, folgt Freude, so wie dein Schatten dir folgt, untrennbar.“ (Siddhartha Gautama, Shakyamuni Buddha)

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