Norma – Oper von Vincenzo Bellini
Die tragische Oper Norma wurde am 26. Dezember 1831 im Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt. Die Musik stammt von dem Opernkomponisten Vincenzo Bellini (1801 – 1835), das Libretto von Felice Romani (1788 – 1865), basierend auf einem Drama von Alexandre Soumet (1786 – 1845).
Norma ist eine Oper in zwei Akten. Sie spielt in Gallien, etwa fünzig Jahre vor Christi Geburt. Die Oberpriesterin der Druiden und Titelfigur der Oper, Norma, ist seit langem die heimliche Geliebte des Römers Pollione, mit dem sie zwei Kinder hat. Pollione wiederum hat sich in die Novizin Adalgisa verliebt und plant, mit ihr zu fliehen. Woraufhin Norma ihm Rache schwört. Nach reichlichen Verwicklungen und Todesdrohungen geht Norma ihrem Tod entgegen, und Pollione, von neuer Liebe entflammt, folgt ihr.
Casta Diva – Arie der Norma
Die Arie Casta Diva ist das berühmte Gebet der Oberpriesterin Norma an die Mondgöttin. – Sehr wenige Opernsängerinnen haben in der Rolle der Norma bestehen können, sie gilt als anspruchsvollste Partie des Belcanto-Faches. Berühmte Interpretinnen der Norma waren Maria Callas, Montserrat Caballé und Joan Sutherland. – Edita Gruberova zählt seit 2003 zu diesen berühmten Sopranistinnen, als sie ihr konzertantes Norma-Debüt in Tokio / Japan feierte.
Während die Rolle der Norma zur anspruchsvollsten des Opern-Faches für eine Sängerin zählt, ist Casta Diva gleichzeitig für Zuhörerinnen und Zuhörer sicher eine der schönsten Arien überhaupt. – Edita Gruberova feierte am 26. Januar 2006 als Norma eine von Kritikern hochgelobte und vom Publikum umjubelte Premiere am Nationaltheater München.
Die nächste – konzertante – Aufführung der Norma mit Edita Gruberova findet als Premiere am 29. Oktober 2011 in der Berliner Staatsoper Unter den Linden im Schiller Theater statt.
Nachfolgender Video-Mitschnitt wurde auf Youtube veröffentlicht und müsste aus einer TV-Übertragung aus dem Nationaltheater München von Ende Januar 2008 stammen:
Text der Arie Casta Diva aus Norma
Original-Text in italienischer Sprache (Quelle: Opernführer – the virtual opera house) – die nachfolgende deutsche Übersetzung stammt von Lothar Quandt zur Inszenierung am Nationaltheater München:
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Casta Diva, che inargenti – Keusche Göttin, die du diese
Queste sacre antiche piante, – heiligen alten Bäume in Silber tauchst,
Al noi volgi il bel sembiante, – uns wende dein schönes Antlitz
Senza nube e senza vel! – unumwölkt und unverschleiert zu.
Tempra, o Diva,
Tempra tu de’ cori ardenti, – Mäßige du die feurigen Herzen,
Tempra ancora lo zelo audace. – mäßige wieder den verwegenen Eifer,
Spargi in terra quella pace – verbreite auf Erden jenen Frieden,
Che regnar tu fai nel ciel. – den du im Himmel herrschen lässt.
