Das Tripelkonzert von Beethoven

Ludwig van Beethoven – Das Tripelkonzert für Klavier, Violine, Cello und Orchester in C-Dur op. 56

Ludwig van Beethoven

Aus den konzertanten Werken von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) sind vor allem die neun Sinfonien, die fünf Klavierkonzerte, das Violinkonzert und die Oper Fidelio bekannt. – Das Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello mit den Sätzen Allegro, Largo und Rondo alla Polacca zählt zu den seltener gespielten Kompositionen Beethovens.

Das Tripelkonzert wurde und wird oft als Nebenwerk oder Gelegenheitswerk, manchmal auch als schwächere Komposition Beethovens bezeichnet. Damit wird das Tripelkonzert aber unterschätzt. Vor allem das Live-Erlebnis als Zuhörerin, Zuhörer und Zuschauerin, Zuschauer macht das Tripelkonzert sehr oft zu einem Genuss für die Sinne. Wer das Tripelkonzert mit Herz und Gefühl – also eher nicht als Musik-Kritiker/in – erlebt und auf sich wirken lässt, wird mit schönen Elementen klassischer Musik verwöhnt. Für die Augen ist besonders das Spiel und Zusammenspiel der drei Soloinstrumente Klavier, Violine und Cello interessant.

Tripelkonzert – Mal Solokonzert, mal Duett, dann Trio

Das Tripelkonzert wurde von Ludwig van Beethoven für eine eher ungewöhnliche Besetzung, mit Orchester und drei Solo-Instrumenten (Klavier, Violine und Violoncello) komponiert. Besonders spannend ist, dass die Solo-Instrumente mal als Trio, dann unterschiedlich im Duett und auch wieder als Solopart musizieren. Die Wechselspiele der Solo-Instrumente erfolgen zum Teil miteinander, dann wieder nacheinander – und immer entsteht ein harmonisches Bild.

Das Tripelkonzert – Anne-Sophie Mutter, André Previn und Lynn Harrell mit den Londoner Philharmonikern, Leitung Kurt Masur

Am 31. Januar 2004 spielte das London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Kurt Masur in der Royal Festival Hall London das Tripelkonzert, mit Anne-Sophie Mutter (Violine), André Previn (Klavier) und Lynn Harrell (Violoncello). Eine Aufzeichnung des Konzertes wurde Ende 2004 im SWR-Fernsehen gesendet. – Auf YouTube ist , unter anderen, der Solopart für das Cello im 2. Satz (Largo) des Tripelkonzert veröffentlicht, gespielt vom Cellisten Lynn Harrell.


Der nachfolgende Ausschnitt entstammt wieder dem Konzert aus der Royal Festival Hall London, hier mit dem schwungvollen 3. Satz (Rondo alla polacca). Das Wechselspiel und das Zusammenspiel der drei Solo-Instrumente im Tripelkonzert wird im 3. Satz besonders deutlich. Jedes der Solo-Instrumente gibt wechselnd jeweils ein Motiv vor, das dann von den jeweils anderen beiden Solo-Instrumenten übernommen wird – bis alle drei zum Finale hin zusammen spielen. Anne-Sophie Mutter (Violine), Lynn Harrell (Violoncello) und André Previn (Klavier) – London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Kurt Masur.

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