Krimskrams – Wie viel ist genug?

Wie ein glückliches Leben aussehen könnte

Wie viel ist genug

Haben oder Sein, Zerstreuung oder Besinnung. – Jetzt ist ein Buch erschienen, das Wachstumswahn oder ein gutes Leben hinterfragt – und beantwortet:

Wie viel ist genug?Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens.

Autoren sind Vater und Sohn, Robert und Edward Skidelsky, angesehene Mitglieder der britischen Upper Class. Robert Skidelsky, Wirtschaftshisto- riker, lehrte als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Warwick und ist parteiloses Mitglied im britischen Oberhaus. Sein Sohn, Edward Skidelsky, Sozialphilosoph, ist Professor für Philosophie an der Universität Exeter.

Ähnlich David Graeber („Schulden – Die ersten 5000 Jahre„) nehmen Robert und Edward Skidelsky die Leser mit auf eine Zeitreise durch die Kulturen der Menschheit. Die großen Denker, Philosophen, Ökonomen haben in allen Epochen beschrieben, dass Geld den Menschen dienen soll, ein gutes Leben führen zu können. Und eben nicht wie heute, Menschen dem Geld voller Angst hinterher jagen, um sich dann mit dem Konsum von Krimskrams zu betäuben.

Die zentrale Frage nach dem Wie viel ist genug? lautet danach was ist wirklich wichtig?.

Geld ist doch reichlich vorhanden

Robert und Edward Skidelsky zeigen auf, dass Geld – in der Summe – völlig ausreichend vorhanden ist, um jedem Menschen zu ermöglichen, ein gutes Leben und gar glückliches Leben führen zu können. Und zwar nicht durch Angst und Betäubung getriebenen Konsum unnützer Dinge, bezogen auf ein gutes Leben. Sondern vielmehr im Vergleich zu dem, was sie als Basisgüter bezeichnen. Dazu zählen Gesundheit, Sicherheit, Freundschaft, Respekt, Harmonie mit der Natur und die Muße.

Werte verändern durch Erziehung

Solange wir Kinder weiter zu Arbeitsmarkt-Rekruten erziehen, damit sie im Wettbewerb um sich immer weiter reduzierende Arbeitsplätze „die Nase möglichst weit vorne haben“ sollen, nähren wir weiter die zweifelhafte Wachstumslogik des Kapitalismus, der in den letzten Jahren bekannter Weise mit eher niederen Instinkten zu unmenschlichen Verwerfungen geführt hat. – Vielmehr sollte Erziehung Werte wie Menschlichkeit und Freiheit vermitteln, damit moralisches Handeln das Arbeiten und Wirtschaften bestimmt. Dass das keine Tagträumerei ist, zeigen Robert und Edward Skidelsky in ihrem Buch Wie viel ist genug?Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens nahezu unwiderlegbar auf.

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