Leben mit den Götterboten

Die drei Götterboten Alter, Krankheit, Tod

Wilfried Reuter - Der Tod ist ganz ungefährlich

Das Buch „Der Tod ist ganz ungefährlich“ von Wilfried Reuter ist ein wahrer Schatz an Weisheit und Wissen darüber, was im Leben wirklich zählt und Menschen tief berührt.

Wilfried Reuter macht uns mit Alter, Krankheit und Tod als drei Götterboten aus der Lehre des Buddha vertraut. Diese Götterboten gehören zu unserem Leben. Es liegt an uns, ihnen zu begegnen, ihnen zuzuhören und von ihrer Weisheit zu lernen.

Unser Leben im Auf und Ab an der Oberfläche des Seins

Unser Umgang mit, unsere Einstellung zu Alter, Krankheit und Tod hat entscheidende Auswirkungen, wie wir unser Leben erleben. – Ob ängstlich, traurig, rastlos, zuversichtlich, zufrieden oder glücklich, meistens ist es wohl ein Auf und Ab, eine Mischung aus allem.

Der historische Buddha Shakyamuni (Siddhartha Gautama) erkannte, dass wir unwissend sind und verwirrt bleiben, wenn wir uns den Rauschzuständen von Jugend, Gesundheit und Leben hingeben, dass diese Rauschzustände immer Leiden (Dukkha) mit sich bringen … Im Grunde wissen wir doch, dass auf jeden Rausch das Erwachen mit entsprechenden Wirkungen folgt.

So leben wir unser Leben meistens an der Oberfläche, sind bemüht, dieses Leben zu kontrollieren und „im Griff“ zu haben. Dazu gehört auch, dass wir uns nicht wirklich mit Alter, Krankheit und Tod beschäftigen möchten. – Wilfried Reuter legt uns in seinem Buch nahe, unseren Blick unter die Oberfläche zu lenken und Alter, Krankheit und Tod als Götterboten und Chance zu sehen, Einsicht in unser Dasein zu erlangen.

Zufriedenheit, Glück und Erfüllung erlangen

Mithilfe der Götterboten, wenn wir sie in unser Leben einlassen, können wir eine andere Perspektive einnehmen. So muss eine schwere Krankheit, der Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod nicht als Strafe gesehen werden oder als Folge, „falsch gelebt“ zu haben.

Unsere Grundbedürfnisse nach Zufriedenheit, Glück und Erfüllung zu stillen, hängt von äußeren Bedingungen wie Familie, Freunde, Partner, Beruf und eben unserem Körper ab. Die äußeren Bedingungen sind ständig im Fluss, nicht zu kontrollieren und letztlich vergänglich. Das wollen wir oft nicht oder nur schwerlich akzeptieren. Viel wichtiger für unser Erleben des Lebens sind die inneren Bedingungen, um Zufriedenheit, Glück und Erfüllung zu erlangen.

    Ohne aus der Tür zu gehen,
    kannst du die Welt erfahren.
    Ohne dein Fenster zu öffnen,
    kannst du des Himmels Sinn erfassen.
    Du siehst: Je weiter du gehst,
    desto weniger weißt du.
    “ – Tao te King

Wilfried Reuter vermittelt Verständnis und Zuversicht

Wilfried Reuter, Frauenarzt, Meditationslehrer und Leiter des Lotos Vihara-Zentrums in Berlin hat in seinem Buch „Der Tod ist ganz ungefährlich“ wohltuend und tief berührend über die Götterboten Alter, Krankheit und Tod geschrieben. Er hat Beispiele aus seiner Praxis beschrieben über Verzweiflung, Trauer, Wut, Akzeptanz und Zuversicht bei seinen Patientinnen, denen er das Leben verändernde Diagnosen erläutern musste. Hier wird die ganze Bandbreite des Menschseins aufgezeigt. Wilfried Reuter selbst bringt uns das Verständnis und die Zuversicht nahe, den Götterboten zu vertrauen, sie an unseren Tisch zu bitten, mit Alter, Krankheit und Tod in Berührung kommen, weil sie unvermeidlich zum Leben gehören.

Ebenso wohltuend engagiert und natürlich lässt Wilfried Reuter die Lehre des Buddha einfließen und übersetzt Aspekte der Lehre verständlich und klar – damit die Leserinnen und Leser des Buches verstehen können, welch unschätzbare Hilfen hierin im Umgang mit den Götterboten Alter, Krankheit und Tod zu finden sind. – Überaus hilfreich ist die im Buch abschließende Kontemplation über liebende Güte (Metta), mit der es uns gelingen möge, in Achtsamkeit Herz und Geist in Einklang zu bringen.

Im nachfolgenden Beitrag spricht Dr. Wilfried Reuter im Lotos Vihara-Zentrum Berlin über die Lehre des Buddha und seinen Weg zum Buddhismus als Schüler von Ayya Khema. Im Gespräch geht es auch um Leid und der Zuwendung zum Schmerz, „ohne darin zu ertrinken„. Um die Bereitschaft, sich auch dem Unangenehmen zu stellen, die Ursachen von Angst zu erkennen und aufzulösen. Annehmen, was ist, ohne zu bewerten, als Schlüssel für Verständnis:

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