Metta

Metta – Liebende Güte – Schlüssel zum Glück

Sharon Salzberg - Metta Meditation

Metta ist der Pali-Ausdruck für Liebende Güte / Wohlwollen, und ist eine der buddhistischen Haupttugenden.

Sharon Salzberg beschreibt die Entwicklung und Entfaltung von metta als Schlüssel zum Glück. Alle Übungen der metta-Meditation beginnen mit uns selbst – denn erst wenn wir uns selbst lieben, können wir auch andere Menschen lieben – und führen uns dann ganz sacht zu Menschen, die uns nahestehen, zu neutralen Personen bis hin zu Personen, die uns verletzt, mit denen wir Probleme haben.

Jack Kornfield – Jedes Wesen berühren

Mitgefühl ist die Antwort des Herzens auf den Schmerz. Wir haben Anteil an der Schönheit des Lebens und am Ozean der Tränen. Das Leiden am Leben ist Teil unseres Herzens sowie Teil dessen, was uns miteinander verbindet. Es trägt eine Zärtlichkeit in sich, ein Mitgefühl und ein Wohlwollen, das alle Dinge umfängt und jedes Wesen berühren kann.” – Jack Kornfield (Autor buddhistischer Bücher und einer der wichtigsten Lehrer des Theravada Buddhismus für den Westen).

Sharon Salzberg – Nicht-getrennt-Sein

Ohne die Starre von Konzepten wird die Welt transparent und wie von einem inneren Licht erleuchtet. Mit dieser Art von Verständnis wird die Verbundenheit alles Lebendigen ganz deutlich. Wir sehen, dass nichts stehen bleibt, dass nichts getrennt ist, dass das, was wir sind, und derjenige, der wir sind, zutiefst in die Natur des Lebens selbst eingewoben ist. Aus diesem Gefühl der Verbundenheit entstehen Liebe und Mitgefühl.

Sharon Salzberg – Metta MeditationBuddhas revolutionärer Weg zum GlückGeborgen im Sein

Aus dem Vorwort von Jon Kabat-Zinn (Juli 1994):

„… Der Dalai Lama sagt: „Meine Religion ist die Güte.“ Wenn alle so dächten und danach handelten, entstünden sofort innerer und äußerer Frieden, die ja in Wirklichkeit niemals verschwunden sind; sie sind nur verborgen und warten auf Wiederentdeckung. Dies ist das Werk und die Kraft der Liebenden Güte, in der es keine Trennung gibt zwischen dem Ich, den anderen und dem, was geschieht – sie bekräftigt und ehrt das Gute, mit dem wir alle geboren wurden. Die praktizierte Liebende Güte ist in der Tat die Grundlage der Achtsamkeits-Meditation, sie verlangt die gleiche nicht wertende, nicht besitzergreifende, nicht urteilende Orientierung am gegenwärtigen Erfahrungsaugenblick, eine Orientierung, durch die Ruhe, Klarheit des Geistes und des Herzens sowie Verstehen möglich werden und sich entwickeln können. …“

Worte des Buddha über Liebende Güte (Metta Sutta)

    Dies soll tun,
    wer das Gute tun und
    Frieden erlangen möchte:
    Er sei aufrichtig und bescheiden,
    er spreche klar und liebevoll.
    Bescheiden und nicht eitel,
    ohne Habsucht und zufrieden.
    Von Pflichten unbelastet und genügsam.
    Friedlich und ruhig, und weise und heilsam,
    im Wesen nicht stolz und fordernd.
    Er tue nicht das geringste,
    das dem Weisen mißfiele.
    Er wünscht: Möge es allen Wesen wohl ergehen.
    Mögen ihre Herzen von Freude erfüllt sein.
    Mögen sie alle in Sicherheit und Frieden leben.
    Welche Wesen es auch sein mögen,
    ob sie schwach sind oder stark, ohne Ausnahme,
    ob mittelgroß, lang oder kurz, groß oder klein,
    ob sie sichtbar sind oder unsichtbar,
    nah oder fern,
    geboren und noch nicht geboren –
    Möge es allen Wesen wohl ergehen!
    Kein Wesen soll ein anderes hintergehen;
    kein Wesen verachte ein anderes, wofür auch immer.
    Kein Wesen wünsche einem anderen
    aus Ärger oder feindlicher Gesinnung
    je Kummer oder Leid!
    Wie eine Mutter mit ihrem Leben
    ihr Kind, ihr einziges Kind schützt,
    so sollen auch wir mit grenzenlosem Herzen
    alle Lebewesen lieben;
    unsere Güte soll
    das ganze Universum durchdringen:
    sich nach oben zu den Himmeln erstrecken
    und nach unten in die Tiefen,
    nach außen, unbehindert überall hin,
    von Haß und Feindseligkeit befreit.
    Ob wir stehen oder gehen, sitzen oder liegen,
    von Schläfrigkeit frei,
    stets sollen wir in dieser Achtsamkeit sein.
    Dies nennen wir das erhabene Verweilen.
    Wenn er keinen festen Ansichten anhängt,
    wird der Tugendhafte, dem Erkenntnis eigen,
    von Gier und sinnlichem Verlangen befreit,
    nicht mehr in diese Welt geboren.

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