Nichts geht verloren

Tief schauen und erkennen, dass alles bleibt

Drukpa Rinpoche - Tibetische Weisheiten

Wenn wir in westlichen Kulturen den Tod lieber Menschen betrauern – oder uns vor dem eigenen Tod fürchten – gehen wir davon aus, dass nichts bleibt.

Viele Menschen spüren jenseits des Denkens, dass da „noch etwas ist„. Der Buddha hat dieses „etwas“ gelehrt und als Dhamma (Dharma) hinterlassen.

Nur die Formen ändern sich

    Was du auch verlierst,
    du findest es immer wieder,
    doch in einer anderen Form.
    Übe dich in Geduld,
    und die Dinge werden zu dir kommen.
    “ – Drukpa Rinpoche

Die Überwindung des „Ich„, unseres „Ego„, geht mit dem Erkennen und Erfahren der Verbundenheit aller Wesen und Dinge einher. So können wir beim Verlust eines geliebten Menschen oder unserer Furcht vor dem eigenen Sterben in der Meditation tief schauen und erkennen, dass es nicht möglich ist, zu nichts zu werden. Dass alles bleibt, wenn auch in einer anderen Form. Wenn uns diese Erfahrung, dieses Erleben gelingt, berühren wir die Geburt- und Todlosigkeit und können Angst und Trauer leichter loslassen. – Frieden in jedem Augenblick.

Im Buddhismus haben Geburt und Tod eine andere Bedeutung und Ausprägung für das jeweilige Leben eines Menschen in seinem Dasein als in westlich-christlich geprägten Anschauungen. Das Werden und Vergehen wird in tiefer Erfahrung und Bewusstheit außerhalb der relativen Wirklichkeit als Episoden im Daseinskreislauf (Samsara) gelebt und erlebt und als Karma, bzw. karmische Resultate gesehen.

Wenn es uns gelingt, inne zu halten und tief zu schauen, blicken wir vielleicht in Dimensionen des Seins, die mit Intelligenz, Wissen und Methoden-Kompetenz nicht erklärbar sind … Wenn alles verbunden ist.

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