Plön beim SHMF 2013

Plön als Spielort beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2013

Fünf Konzertabende in Plön von Anfang Juli bis Mitte August im SHMF-Programm

Blick auf Plön mit Schloss Plön und Nikolaikirche

Foto: © Doris Rennekamp / PIXELIO

Musikfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung von Plön dürfen sich schon jetzt freuen – und einem abwechslungsreichen Konzertsommer im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2013 (SHMF) entgegen sehen.

Ensembles der Orchesterakademie im Schloss Plön

Bevor die Nikolaikirche Plön viermal im Mittelpunkt der Konzerte stehen wird, spielen am 07. Juli in der Fielmann Akademie Schloss Plön Ensembles der internationalen Orchesterakademie des SHMF Werke der Kammermusik. Das vielfältige und abwechslungsreiche Programm für den Konzertabend in Plön wird von den jungen Musikern der SHMF Orchesterakademie erst gemeinsam während ihres Aufenthaltes in Schleswig-Holstein erarbeitet. So werden die Konzertbesucher im Schloss Plön neben jungen virtuosen Talenten einen Konzertabend mit Überraschungen erleben.

Duelle und Streit um die Liebe in der Plöner Nikolaikirche

Elbipolis Barockorchester Hamburg

Foto: SHMF / © Hans Scherhaufer

Im ersten Konzert des diesjährigen SHMF in der Nikolaikirche Plön am 11. Juli geht es um die Liebe, allerdings weniger amourös-romantisch, sondern eher streitbar, schmerzvoll und rivalisierend.

Und das liegt nicht daran, dass die beiden Solistinnen, Nuria Rial (Sopran) und Lucia Duchonová (Mezzosopran) nicht miteinander klar kommen, sich mit dem Elbipolis Barockorchester Hamburg nicht verstehen könnten, sondern an den Kompositionen des Konzertabends:

Die Sopranistin Nuria Rial

Foto: SHMF / © Mercedes Rial

In der Kantate „Il duello amoroso“ (auch bekannt als „Amarilli vezzosa„) von Georg Friedrich Händel geraten der Schäfer Daliso und die Schäferin Amaryllis derart heftig aneinander, dass es für einen Moment um Leben und Tod geht – bis sich Daliso schließlich dem Spott von Amaryllis ausgesetzt sieht.

Nicht weniger heftig geraten bei Alessandro Scarlatti der tückische Liebesgott Cupido und die Aufrichtigkeit Onestà in der Serenata „Il trionfo dell’Onestà – Cupido ed Onestà“ aneinander. – Für die beiden Solistinnen und das Barockorchester eine Herausforderung, für das Konzertpublikum in Plön sicher spannend.

Die Mezzosopranistin Lucia Duchonová

Foto: SHMF / © Gunter Glücklich

Auf dem Programm des Abends stehen außerdem zwei Concerti grossi in D-Dur von Arcangelo Corelli, und zwar op. 6 Nr. 7 und op. 6 Nr. 4. Während das Elbipolis Barockorchester Hamburg diese beiden Werke spielen wird, haben Nuria Rial und Lucia Duchonová Gelegenheit, sich nach dem ersten Sangesstreit zwischen Daliso und Amaryllis auf das abschließende Sangesduell zwischen Cupido und Onestà vorzubereiten.

Die Sopranistin Nuria Rial stammt aus Katalonien und hat sich als junge Sängerin bereits als Händel- und Haydn-Interpretin international etabliert. Die Mezzosopra- nistin Lucia Duchonová stammt aus der Slowakei und verfügt über ein facetten- reiches Repertoir von Barockmusik über Oper bis hin zu Swing, Jazz und Spirituals.

Latvian Voices – Töchter der Sonne

Latvian Voices aus Riga

Foto: SHMF / © businessfoto-hamburg

2009 in Riga gegründet, sind die Latvian Voices als A-capella-Formation inzwischen international bekannt. In der kurzen Zeit seit der Gründung haben die Latvian Voices bereits bedeutende A-cappella-Wettbewerbe gewonnen.

Mit glockenklaren Stimmen, großer Leidenschaft und absoluter Freude an der Musik singen die sieben jungen Frauen ein breit gefächertes Repertoir von Bach über Volkslieder bis hin zur Pop-Musik. Latvian Voices ehren mit ihren Konzerten das diesjährige Motto – Bewegend baltisch – des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Auf dem Programm am 26. Juli in der Plöner Nikolaikirche stehen lettische Volkslieder und Werke von Dowland, Bach, Grieg und anderen Komponisten.

Zentrum Riga mit Léon Berben und dem Minguet Quartett

Léon Berben spielt beim SHMF 2013 in Plön

Foto: SHMF / © Léon Berben

Eine Zeitreise durch die Musikgeschichte der lettischen Hauptstadt Riga erwartet die Konzertbesucher am 2. August in der Nikolaikirche Plön.

Léon Berben als Solist am Cembalo und das Minguet Quartett spielen Kompositionen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart:

Minguet Quartett

Foto: SHMF / © Ruth Hommelsheim

Johann Sebastian Bach (Die Kunst der Fuge BWV 1080 – Auszüge), Johann Gottfried Müthel (Sonate F-Dur für Cembalo und Cembalokonzert B-Dur), Richard Wagner (Siegfried-Idyll für Streichquartett – Rekonstruktion nach Skizzen Wagners) und Peteris Vasks (Streichquartett Nr. 1).

Müthel war Schüler von Bach, bevor er nach Riga übersiedelte, Wagner war zwei Jahre lang Kapellmeister am Deutschen Theater in Riga, während Peteris Vasks als freischaffender Komponist in Riga lebt .

Männerstimmen im Chor – Estonian National Male Choir RAM

Estonian National Male Choir RAM

Foto: SHMF / © Konzertdirektion Martin Müller

Am 15. August konzertieren 44 Sänger unter ihrem Dirigenten Mikk Üleoja als weltweit größter professioneller Vollzeit-Männerchor in der Plöner Nikolaikirche.

Spätestens dann werden Skeptiker ihre Vorurteile über Männer-Chormusik sicher ausräumen. Die 44 Mitglieder des Estonian National Male Choir RAM singen mit akademisch ausgebildeten Stimmen in höchster Perfektion und einzigartiger Klangfülle. Davon zeugt nicht zuletzt ein Grammy Award für eine CD-Einspielung von Sibelius-Kantaten 2006 als Best Choral Performance.

Ehrung von Arvo Pärt mit De profundis

Mikk Üleoja - Dirigent und künstlerischer Leiter

Foto: SHMF / © Jarek Jõepera

Der Übertitel des Konzertes in Plön lautet De profundis und ehrt damit den aus Estland stammenden Komponisten Arvo Pärt, dessen Werk De profundis (1980 / 2008) auf dem Text der Bibel, Psalm 130 (129), basiert (Arvo Pärt: „Worte schreiben die Musik„). – Arvo Pärt wurde 1935 in Paide, Estland geboren und gilt als einer der bedeutendsten lebenden Komponisten für zeitgenössische Musik.

Das weitere Programm des Estonian National Male Choir RAM in Plön:

Sergei Rachmaninoff (Nr. 1, 2 und 6 aus „Das große Abend- und Morgenlob“ op. 37), Ko Matsushita (Gloria), Cyrillus Kreek (Psalm 137), Giovanni Bonato (Crux fidelis und O lilium convallium), Eric Whitacre (Lux aurumque), Michael Praetorius (Pater noster) und Rudolf Tobias (Zwei geistliche Gesänge).

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