Über die Liebe

Wie eine Welle im Ozean, einzigartig und verbunden mit dem Meer

Willigis Jäger - Über die Liebe

Nicht das „ich liebe dich“ und „du liebst mich“, nicht die romantische Liebe, sondern die universelle, allumfassende Liebe waren 2010 Thema eines Vortrages von Willigis Jäger über die Liebe.

Die Liebe als spirituelle Erfahrung des Nicht-getrennt-Seins, der wechselseitigen Verbundenheit mit allem, der vorübergehenden Manifestation dessen, was jeder Mensch seinem Wesen nach ist. – Einzigartig, wie eine Welle im Ozean, als Welle und Ozean zugleich.

Willigis Jäger ist Benediktinermönch, Zen-Meister (als 87. Nachfolger von Buddha Shakyamuni, Siddhartha Gautama) und Mystiker. – Willigis Jäger verkörpert eine konfessionsunabhängige zeitgenössische Spiritualität, die den spirituell Suchenden des 21. Jahrhunderts Antworten auf ihre drängenden Fragen gibt.

    Wenn du liebst, verbrenne dich ganz, wie in einem Freudenfeuer,
    keine Spur soll von dir bleiben.
    “ – Suzuki Shunryū (Zen-Meister)

In seinem Vortrag „Über die Liebe“ spannt Willigis Jäger den Bogen von aktuellen Ereignissen über verschiedene Weltanschauungen und Glaubensrichtungen zur Spiritualität und bezieht neuere Erkenntnisse der Naturwissenschaften ein.

Verbunden-Sein mit allem Lebendigen

Willigis Jäger - Das Leben endet nie

Willigis Jäger entwirft in seinem Vortrag das Bild einer neuen Dimension, in der sich (vermeintliches) Getrennt-Sein auflösen wird, hin zum Verbunden-Sein des Ich und Du mit allem Lebendigen. Für ihn ist das Überleben unserer Spezies in diesem Universum auch davon abhängig, dass es den Menschen gelingt, die Ego-Ebene zu überwinden. Weil das personale Leben zwar ein Ende haben wird, nicht jedoch der Lebensstrom, auch wenn wir nicht wissen, wohin dieser führt, in welcher Dimension er sich fortsetzen wird.

Zum Ende des Vortrages geht Willigis Jäger in die Stille, in die Meditation, um die Möglichkeiten des Erfahrungsweges aufzuzeigen, den Gedankenstrom anzuhalten – im Hier und Jetzt, hinter der Stille gegenwärtig zu sein.

Liebe im Daishin Zen

Liebe ist im Daishin Zen kein Gefühl, sondern Liebe ist eine hohe Dimension von Bewusstsein. Diese Dimension ist über den Gefühlen, über dem Verstand. Das ist ein Bewusstseinszustand, der uns Menschen adelt, genauso wie Mitgefühl, Intuition und Empathie. Alle diese Dimensionen finden auf einer höheren Ebene des Bewusstseins statt. Und auf dieser Ebene sind wir in der Lage, für Momente einen Gegenpol zu bilden. Angst, Furcht ist überwältigend und kann jegliche Form von Liebe töten. Aber Liebe kann auch diese Furcht auflösen.“ – Hinnerk Syobu Polenski (Zen-Meister)

Nicht-getrennt-Sein

Ohne die Starre von Konzepten wird die Welt transparent und wie von einem inneren Licht erleuchtet. Mit dieser Art von Verständnis wird die Verbundenheit alles Lebendigen ganz deutlich. Wir sehen, dass nichts stehen bleibt, dass nichts getrennt ist, dass das, was wir sind, und derjenige, der wir sind, zutiefst in die Natur des Lebens selbst eingewoben ist. Aus diesem Gefühl der Verbundenheit entstehen Liebe und Mitgefühl.“ – Sharon Salzberg (Autorin buddhistischer Bücher und Meditationslehrerin)

Jedes Wesen berühren

Mitgefühl ist die Antwort des Herzens auf den Schmerz. Wir haben Anteil an der Schönheit des Lebens und am Ozean der Tränen. Das Leiden am Leben ist Teil unseres Herzens sowie Teil dessen, was uns miteinander verbindet. Es trägt eine Zärtlichkeit in sich, ein Mitgefühl und ein Wohlwollen, das alle Dinge umfängt und jedes Wesen berühren kann.“ – Jack Kornfield (Autor buddhistischer Bücher und einer der wichtigsten Lehrer des Theravada Buddhismus für den Westen)

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