Urna and Friends verzauberten in Plön

Urna und ihre vier Freunde mit wundervollem Konzertabend der Weltmusik beim SHMF in der Nikolaikirche Plön – NDR Mitschnitt

Urna - Die magische Stimme der Mongolei

Zum Ende des Konzertabends Die Stimme der Neuen Nomaden in der Plöner Nikolaikirche spielte Urna Chahar-Tugchi mit ihren vier Freunden ein Lied, in dem es um das Teilen ging:

Wenn wir miteinander teilen, erhalten wir schließlich oft mehr zurück als wir zuvor besessen haben„.

Die Besucherinnen und Besucher gingen nach zweieinhalb Stunden bewegt mit einem Lächeln nach Hause. – Urna und ihre vier hervorragenden Musiker werden diesen Abend mit lange andauerndem Applaus als Dank des Publikums sicher auch genossen haben.

Urna mit Sangjidorji – Schlaflied aus der Mongolei

Spätestens beim zweiten Lied, dem wunderschönen Sangjidorji („Wer ein gutes Herz hat„) war die voll besetzte Nikolaikirche eingestimmt für einen Abend mit Liedern aus der Steppe der Inneren Mongolei – verfeinert mit Stilelementen und gespielt mit Instrumenten aus der westlichen Welt. Zu Beginn des Konzertes musste das Mikrofon von Urna noch eingesteuert werden, wodurch es einige „Piepser“ gab. Urna meisterte diese Situation professionell gelassen.

Urna – einnehmend freundlich und sehr charmant

Urna

Nach dem Lied Sangjidorji folgten bis zur Pause bereits bekannte wie auch neue Lieder von Urna.

Jedes der neuen Lieder war – nach dem Konzertabend zuvor in Altenhof – eine kleine Premiere. Und Urna wies überaus charmant darauf hin, dass es die neue, noch nicht offiziell erschienene CD (Urna – The Magical Voice from Mongolia) in der Pause zu kaufen gäbe.

Urna & Friends – Virtuose Interpreten der Weltmusik

Das erste Stück nach der Pause wurde ohne Urna gespielt. Urna’s Freunde, die vier Musiker zeigten ihr großes Können und ihr leidenschaftliches Spiel derart virtuos und beeindruckend, dass die Nikolaikirche bebte: Tomasz Kukurba (Viola), Jurek Bawol (Akkordeon), Tomasz Lato (Bass) und Bijan Chemirani (Tombak) zeigten während der gut zehnminütigen Session als Solisten und im Zusammenspiel, dass sie begnadete Vollblutinterpreten des Genres Weltmusik sind.

Urna - Foto: Jema Nishanova

Mit feinsinnigem Humor und sehr liebevoll erklärte Urna dem Publikum vor jedem Lied dessen Inhalt. In ihren Liedern sang Urna von dem, was die Menschen in der weiten Steppe der Mongolei früher bewegte, was uns in der westlichen Welt oft verloren gegangen ist. Es geht in den Liedern von Urna um die Natur, die Tiere, die Steppe, um Schafe und vor allem die geliebten Pferde, um Verlust und um die Liebe.

Wobei Urna sich bewusst ist, dass die Sitten und Gebräuche sich auch in der Weite der Inneren Mongolei verändert haben. Urna singt die Lieder aus der Steppe in der mongolischen Kultur des Urtin duu, des Langen Liedes, bei dem einzelne Silben der Wörter extrem lang gedehnt werden. – Beim Erklären war Urna zurückhaltend freundlich, beim Singen ihrer Lieder oft meditativ versunken. Die zierliche Urna mit ihrer anmutigen Mimik und Gestik war auch ein schönes Erlebnis für die Augen der Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher.

Urna – Die Stimme der Neuen Nomaden bei NDR Kultur Radio

Am 30. September sendet NDR Kultur Radio in der Sendereihe Soirée um 22 Uhr einen Mitschnitt des Konzertes Urna & Friends – Die Stimme der Neuen Nomaden aus der Nikolaikirche Plön.

Nachfolgende Aufnahme von Urna und Zoltan Lantos (Violine) mit dem Lied Sangjidorji stammt aus dem Jahr 2009 vom Festival Voice of Nomads in Ulan Ude und wurde bei YouTube veröffentlicht.


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